Seit 2012 bin ich nun die Gastrokritikerin der Berliner Zeitung. Meine Texte erscheinen samstags in der Wochenendbeilage. Meist teste ich neue Restaurants, manchmal gehe ich aber auch mit Berliner Prominenten in ihr Lieblingsrestaurant und verbinde Kritik und Food-Interview. Ich habe verschiedene Sensorik-Seminare besucht und komme aus einer Familie, in der es mehrere ausgebildete Köche gibt. Groß geworden bin ich in Bayern mit den Dampfnudeln meiner schwäbischen Oma. 

Essen war immer ein großes Thema in meinem Leben und ohne anmaßend klingen zu wollen, würde ich sagen, dass ich von Kulinarik und der Berliner Gastroszene etwas verstehe. Ich kann, falls gewünscht, Gerichte fachlich kompetent analysieren und geschmacklich „dekomponieren“. Allerdings finde ich, dass eine gute Gastrokritik, zumal für ein breites Publikum, nicht nur das tun sollte. Denn Essen ist mehr als die Summe der Zutaten auf dem Teller. Es hat eine kulturelle Bedeutung, unterliegt Moden und wäre ohne einige wunderbar verrückte Köche um einiges ärmer.